Pinscher

Laut FCI Standard gibt es bei den Hunderassen folgende Sytematik den Pinscher betreffend:

Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer - Molossoide - Schweizer Sennenhunde

Sektion 1: Pinscher und Schnauzer

Sektion 1.1. Pinscher

Herkunft Pinscher: Es gibt eine Theorie, dernach der Pinscher zu Beginn des 19. Jahrhunderts von England aus den Kontinent eroberte. Dabei soll der Pinscher, der als nette Hunderasse mit glattem Fell beschrieben wurde, durchaus das Potential gehabt haben, in Deutschland den Mops zu verdrängen. Das Wort Pinscher stammt von dem englischen Verb to pinch. Das bedeutet so viel wie kneipen, zwicken. Und so bezeichnet das englische Wort Pincher Kneiper, Quäler und den Geizhals. Warum ausgerechnet Pinscher dann der Name dieser doch ganz liebenswerten Rasse wurde?

Tabelle mit Beispielen Pinscher, Schnauzer, Molossoide und Co

 

 

Hunderassen, die in diese Systematik eingeordnet sind

Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer - Molossoide - Schweizer Sennenhunde

 

Molosser: Massikger und muskulöser Hundetyp. Darunter fällt zum Beispiel auch der Bullmastiff und auch die Bordeaux-Dogge,  der Neufundländer und auch der Bernhardiner und einige weitere Hunderassen.

 

 

Schweizer Sennenhunde: Berner Sennenhund, Appenzeller Sennenhund, Großer Schweizer Sennenhund und einige weitere Hunderassen.

Sektion 1: Pinscher und Schnauzer

 

Harlekinpinscher (gestrichen, da ausgestorben)

1.1. Pinscher

 

Österreichischer Pinscher, Dobermann, Deutscher Pinscher, Zwergpinscher, Affenpinscher, Dansk-Svensk Gårdshund (vorläufig)

1.2. Schnauzer

 

Riesenschnauzer, Mittelschnauzer, Zwergschnauzer

1.3. Smoushond

 

Hollandse Smoushond (auch Holländischer Rattler)

1.4.Russkiy Tchiorny Terrier

 

Russischer Schwarzer Terrier

 

 

 

 

 

 

 

 

Harlekinpinscher

Der Harlekinpinscher (auch Karlsbader Pinscher genannt) gehört zu den als ausgestorben geltenden Hunderassen. Der Harlekinpinscher entstand um das Jahr 1880 herum in Deutschland. Er war ein gefleckter Schlag des Zwergpinschers. Mit zwölf Kilogramm und einer Widerristhöhe von 28 bis 32 Zentimeter war er allerdings etwas größer und schwerer als der Zwergpinscher. Der Pinscher-Schnauzer-Klub lehnte den Harlekinpinscher wegen einer Veranlagung zu Erbkrankheiten ab. In der Liste der gesundheitlichen Probleme, die einen Harlekinpinscher betreffen konnten stehen auch Patellaluxation, Kryptorchismus, Hypoglykämie, Nahrungsmittel- und Hautallergien, Hörverlust, Glaukom und Epilepsie.

Die Zuchtlinie erlosch bereits 1930. Er gilt heute als ausgestorben. Allerdings gibt es wohl Züchter, die versuchen wieder auf diese Rasse zu kommen.

Österreichischer Pinscher

Klub für österreichische PinscherDer Österreichische Pinscher entstammt dem altösterreichischen Landpinscher. Dieser war noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert weit verbreitet und zwar als genügsamer und dabei vielseitiger Bauernhund. Der Altösterreichische Landpinscher war zwar eine anerkannte Hunderasse, aber der Bestand an diesen sank mit der Zeit so stark, dass in den 1970er Jahren nur noch ein Zuchtrüde übrig war. Mit diesem, Diokles von Angern und Verwendung von Landpinschern wurde dann die Rasse erhalten.

Die Widerristhöhe des Österreichischen Pinschers beträgt 44 bis 50 Zentimeter (Rüde) und 42 bis 48 Zentimeter (Hündin). Vom Wesen her ist er lebhaft, beweglich, aufgeweckt, anspruchslos, mutig, unermüdlich, treu. Er ist wachsam und bellt gerne. Er braucht ausreichend Auslauf. Klub für Österreichische Pinscher:

 

 

Dansk-Svensk Gårdshund (vorläufig)

Eine dänisch-schwedische Hunderasse. Entwickelt wurde diese Rasse aus kleinen Gebrauchshunden. Bei der Zucht bzw. Entwicklung der Rasse wurde großen Wert auf die Robustheit gelegt. Die Anerkennung als nationale Rasse erfolgte bereits 1987. 2008 erfolgte die vorläufige Anerkennung des Dansk-Svensk Gårdshund durch den FCI.

Der Dansk-Svensk Gårdshund ist näher mit den Pinschern verwandt als mit den Terriern und so findet er sich in der FCI Einordnung eben auch in der Sektion 1.1. Pinscher wieder. Der Hund hat ein kurzes weißes Fell mit farbigen Flecken. Mich persönlich erinnert der kleine dänisch-schwedische Hund an einen Jack-Russel. Vor allem der Kopf erinnert dann wieder an einen Pinscher. Die Schulterhöhe liegt bei 32 bis 37 Zentimetern.

Dieser Hund gilt als hoftreu und er hat keine Neigung zum Streunen. Dazu gilt er als robust, wachsam, leicht zu erziehen und sein Bewegungsdrang soll nicht so groß sein. Allerdings braucht er nicht nur viel Zuwendung sondern auch Beschäftigung bzw. eine Aufgabe.

Der Dansk-Svensk Gårdshund wird gerne als Familienhund gehalten. Er gilt auch als ausgesprochen freundlich und leicht zu handhaben. Ursprünglich war er, wie zum Beispiel auch der Affenpinscher, als Rattler gezüchtet worden. Heute macht er beim Hundesport (Flyball und Dog Agility) eine gute Figur.

 

Dobermann

Wenn man sich einen Dobermann mit seiner Widerristhöhe von 63 bis 72 Dobermann Pinscher aus Buch von 1915.Zentimeter anschaut und seinem kurzen, glatten Fell und daneben einen Zwergpinscher, dann mag man kaum glauben, dass diese beiden Hunderassen beide tatsächlich zu den Pinschern gehören. Der Dobermann ist eben der größte und schwerste Hund vom Pinschertyp, der Affenpinscher (zusammen mit dem Zwergpinscher) eben der kleinste.

Beim Dobermann fällt sofort das elegante auf. Früher wurde dieses Aussehen noch durch spitze (da kupierte) Ohren und einem kupierten Schwanz verstärkt. Das hat der Hund aber gar nicht nötig, auch mit Schlappohren und nach oben gebogener Rute ist er einfach nur ein toller Anblick.

Der Dobermann gehört zu den Gebrauchshunderassen Da er Intelligent ist und auch ein entsprechendes Temperament aufweist, ist er auch für einige Hundesportarten sehr gut geeignet. Er hat Jobs als Rettungshund wie als Blindenführhund, kommt aber auch als Diensthund bei Zoll, Polizei und Bundeswehr zum Einsatz.

An sich ist der Dobermann ein freundlich-friedlicher Hund, er gilt auch als anhänglicher Familienhund. Dennoch gilt er zum Beispiel in Brandenburg zu den Listenhunden. Das bedeutet: Solange der Hundehalter nicht in jedem Einzelfall ein entsprechendes Negativzeugnis erwirkt hat, wird von einem gefährlichen Hund ausgegangen.

Auch in einigen Kantonen der Schweiz ist der Dobermann längst nicht mehr gerne gesehen.

Ein Hund für Anfänger ist der Dobermann sicherlich nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Website_Design_NetObjects_Fusion